Vodafone Station mag keine Smarthome-Geräte

Vor einigen Wochen bekam ich von Vodafone/Unitymedia eine Vodafone Station als Ersatz für die Connect Box, mit der ich – abgesehen vom geringen Funktionsumfang – eigentlich ganz zufrieden war. Der Wechsel auf die Vodafone Station war unproblematisch. Bis ich versuchte, meine Smarthome-Geräte einzubinden.

Ich habe nicht besonders viele Smarthome-Geräte – ein paar Wifi Stecker Schuko (ESP8266) von OBI und einige preiswerte WLAN-Lampen. Nichts besonderes, gemeinsames Merkmal: preiswert und kommt aus China.

Als ich versuchte, die Steckdosen und Lampen mit der entsprechenden App am 2,4 GHz-Netz der Vodafone Station „anzulernen“, fuhr ich gegen die Wand. Kein einziges Gerät spielte mit. Eine kurze Recherche bei Google zeigte, dass dies ein bekanntes Problem der Vodafone Station ist. Zwar berichten einzelne Benutzer, dass sie bestimmte Smarthome-Geräte zur Zusammenarbeit mit der Vodafone Station überreden konnten, doch die Mehrzahl der Betroffenen berichtet, dass sie keinen Erfolg damit hatten und zu Workarounds greifen mussten.

So ging es auch mir. Ich schnappte mir einen (vorhandenen) Router, richtete ihn als Repeater im 2,4 GHz-Netz ein und hatte allle meine Smarthome-Geräte in kurzer Zeit online und funktionsfähig.

Was lernen wir daraus? Vodafone versorgt seine Kabel-Kunden im Jahr 2020 mit einem Modem/Router, der nicht mit einem Großteil von Smarthome-Geräten umgehen kann. Macht nichts, die Kunden können sich ja einen zweiten Router kaufen, ihn als Repeater konfigurieren und haben dann, was sie wollen. Oder sie nehmen gleich eine Fritzbox Cable, was allerdings € 5 im Monat extra kostet.

Ansonsten tut die Vodafone Station was sie soll. Sie stellt (zumindest bei mir) eine stabile und schnelle Verbindung her und verteilt das Signal ausreichend gut in der zweistöckigen Wohnung. Sonderfunktionen wie VPN, komfortable (!) Telefonie oder NAS bietet sie nicht. Und noch einen Schnitzer leistet sich Vodoafone: Die Weboberfläche zur Verwaltung der Station funktioniert nicht auf dem Smartphone, weil es keine Mobilversion gibt. Das ist schwach, gibt es doch Werkzeuge, die quasi auf Knopfdruck Mobilversionen erstellen.

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