{"id":9,"date":"2012-01-02T16:26:00","date_gmt":"2012-01-02T14:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.ulibauer.de\/?p=9"},"modified":"2012-12-12T19:44:25","modified_gmt":"2012-12-12T17:44:25","slug":"amazon-kindle-zwischenbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ulibauer.de\/?p=9","title":{"rendered":"Amazon Kindle: Zwischenbilanz"},"content":{"rendered":"<p>Vor nicht ganz einem Jahr erhielt ich meinen Kindle. Zeit f\u00fcr eine kleine Zwischenbilanz.<\/p>\n<p>Damals konnte man den Kindle nur bei amazon.com in den USA bestellen. Vor Weihnachten betrug die Lieferzeit mehrere Wochen, im neuen Jahr ging es dann ganz schnell. Zwischen Bestellung \u00a0und Lieferung aus den USA lagen gerade mal 3 Tage &#8211; eindrucksvoll. Ich packte das Ger\u00e4t aus, schaltete es ein und der Bildschirm begr\u00fc\u00dfte mich mit &#8222;Hello, Ulrich&#8220;. Ein ziemlich merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl, irgendwo zwischen Be- und Verwunderung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung ist einfach: Schon vor der Auslieferung wird der Kindle von Amazon &#8222;personalisiert&#8220;, d.h. auf das vorhandene Kundenkonto eingestellt. Bestellt man jetzt im Browser am PC ein eBook bei Amazon, kann man angeben, dass das Buch direkt an den Kindle geschickt wird (<i>Senden an: Ulrich&#8217;s Kindle<\/i>). Einzige Voraussetzung: Der Kindle muss an- und die WLAN-Funktion eingeschaltet sein. Alternativ kann man das Buch auf den PC herunterladen und per USB auf das Leseger\u00e4t \u00fcbertragen oder die Bestellung direkt mit dem Kindle abwickeln. Das geht, ist aber etwas m\u00fchsam, da die Navigation im Kindle mit Hilfe eines Steuerkreuzes erfolgt.<\/p>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a style=\"margin-left: 1em; margin-right: 1em;\" href=\"http:\/\/1.bp.blogspot.com\/-V-NSXldFnRM\/TwG-kN3RmnI\/AAAAAAAAAIs\/jW5awnhKEeo\/s1600\/163px-Amazon_Kindle_3.JPG\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.bp.blogspot.com\/-V-NSXldFnRM\/TwG-kN3RmnI\/AAAAAAAAAIs\/jW5awnhKEeo\/s1600\/163px-Amazon_Kindle_3.JPG\" border=\"0\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><span style=\"font-size: x-small;\">Quelle:\u00a0http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:NotFromUtrecht<\/span><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: left;\"><\/div>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>\u00d6kosystem<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Amazon&#8217;s Kindle ist\/hat sein eigenes \u00d6kosystem, wie das heute so sch\u00f6n hei\u00dft, vergleichbar mit Apple\/iTunes usw. Verk\u00fcrzt k\u00f6nnte man sagen: Der Hersteller hat die volle Kontrolle, der Kunde einen \u00fcberdurchschnittlichen Komfort. Aber: Auch ein komfortables Gef\u00e4ngnis bleibt ein Gef\u00e4ngnis. Das sollte man wissen, bevor man sich auf den Kindle einl\u00e4sst. eBooks f\u00fcr den Kindle gibt es in einem kopiergesch\u00fctzten Format. Dieses DRM (Digital Rights Management) soll sicher stellen, dass bei Amazon gekaufte B\u00fccher nur auf Ger\u00e4ten und Apps gelesen werden, die auf ein Amazon-Konto registriert sind. Das funktioniert im Prinzip wie bei Apple, wo gekaufte und geliehene Filme nur auf Ger\u00e4ten abgespielt werden k\u00f6nnen, die mit einem iTunes-Konto verbunden sind. Diese Einschr\u00e4nkung wird in gewissem Sinn durch ein hohes Ma\u00df an Komfort wettgemacht. Ich muss nie darauf achten, auf welchem Ger\u00e4t &#8211; Kindle, PC, Smartphone &#8211; meine eBooks gerade gespeichert sind, da ich sie jederzeit (erneut) vom Amazon-Server herunterladen kann. Auch spielt es keine Rolle, wenn ich zwar lesen will, aber zu bequem bin, den Kindle mitzunehmen &#8211; ich lese am Morgen in der Stra\u00dfenbahn auf dem Smartphone einfach genau da weiter, wo ich am Abend zuvor auf dem Kindle aufgeh\u00f6rt habe. Das klappt deshalb, weil es f\u00fcr PC\/Mac und Smartphones Kindle-Apps gibt und die gesamte Lekt\u00fcre \u00fcber die Ger\u00e4tegrenzen hinweg synchronisiert wird. Dazu gen\u00fcgt es, dass die Ger\u00e4te sich im gleichen WLAN befinden.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">F\u00fcr den Kindle habe ich mich entschieden, weil ich meist englische eBooks lese und Amazon hier das gr\u00f6\u00dfte und preiswerteste Angebot hat. Viele B\u00fccher gibt es als spezielle <i>Kindle Editions<\/i>\u00a0f\u00fcr sehr wenig Geld, manchmal schon ab 1 \u20ac. Leider ist der gleichzeitige Einkauf bei amazon.com und amazon.de nicht mehr m\u00f6glich. Man muss sein Konto f\u00fcr eBooks entweder in den USA oder in Deutschland f\u00fchren; ein Wechsel hin und zur\u00fcck ist jederzeit m\u00f6glich.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Praxis<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Manchmal vermisse ich das St\u00f6bern im Buchladen und gelegentlich kaufe ich auch noch ein gedrucktes Buch, aber nur wenn es f\u00fcr die Darstellung auf dem Kindle ungeeignet ist (Bildband u.\u00e4.). Ansonsten vermisse ich die gedruckten B\u00fccher nicht wirklich.\u00a0<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">B\u00fccher kaufen l\u00e4uft seit dem Kindle ganz anders ab. W\u00e4hrend ich mir fr\u00fcher entweder Notizen machte, wenn ich von einem f\u00fcr mich interessanten Buch las\/h\u00f6rte (und dann im Buchladen die Notiz meist nicht dabei hatte) oder einfach im Buchladen st\u00f6berte, l\u00e4uft das jetzt ungef\u00e4hr so ab: Ich lese eine Rezension oder sto\u00dfe auf eine Buchempfehlung, gehe an den Rechner, schaue ob es das Buch als eBook bei Amazon gibt und lade mir eine kostenlose Leseprobe herunter. Gef\u00e4llt mir die Leseprobe, kaufe ich das Buch mit einem Klick, meist abends, wenn ich noch eine Weile im Bett lese.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Inzwischen habe ich ein paar Dutzend eBooks auf dem Kindle. Mal lese ich tage- oder wochenlang am gleichen Buch, manchmal springe ich zwischen den B\u00fcchern hin und her. Einige der eBooks haben eine eingebaute Vorlesefunktion. Wenn die Augen m\u00fcde sind, aber der Verstand noch halbwegs wach ist, st\u00f6psele ich den Kopfh\u00f6rer ein und h\u00f6re einfach zu. Das ist durchaus ertr\u00e4glich, wenn auch nicht vergleichbar mit einem Audio-Book. Die Qualit\u00e4t der Darstellung auf dem E-Ink Display des Kindle ist ausgezeichnet, die Navigation ist einfach und das Ger\u00e4t ist leicht genug, damit einem die Arme nicht schwer werden. Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil gegen\u00fcber Leseger\u00e4ten mit LCD-Bildschirm besteht wohl darin, dass ich auch bei direkter Sonneneinstrahlung hervorragend lesen kann (daf\u00fcr muss ich abends das Licht einschalten &#8230;). Zur Not eignet sich der Kindle auch als MP3-Player und (sehr rudiment\u00e4re) kleine Surfstation. Internetadressen lassen sich mit der Tastatur noch recht einfach eingeben, das Navigieren auf den Seiten mit dem Steuerkreuz ist m\u00fchsam. Aber um kurz mal einen Wikipedia-Artikel aufzurufen oder bei Spiegel Online rein zu schauen reicht es.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Diese kleine Zwischenbilanz ist also durchaus positiv. Ich wollte nur noch ungern ohne den Kindle sein. Daheim ist es ganz angenehm, den Kindle zu haben. Fast unverzichtbar ist er mir inzwischen auf Reisen geworden. Keine langen \u00dcberlegungen mehr, welche B\u00fccher ich mitnehmen will und ob sie noch in den Koffer passen. Ich habe sie immer alle dabei und es k\u00f6nnen jederzeit neue dazukommen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor nicht ganz einem Jahr erhielt ich meinen Kindle. Zeit f\u00fcr eine kleine Zwischenbilanz. Damals konnte man den Kindle nur bei amazon.com in den USA bestellen. 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