{"id":877,"date":"2015-11-10T21:11:23","date_gmt":"2015-11-10T19:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/?p=877"},"modified":"2015-11-10T23:16:51","modified_gmt":"2015-11-10T21:16:51","slug":"wie-ich-e-books-erstelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ulibauer.de\/?p=877","title":{"rendered":"Wie ein E-Book entsteht"},"content":{"rendered":"<p>Ein E-Book kann auf vielen Wegen und mit zahlreichen Werkzeugen entstehen. Auf den Seiten von <a href=\"http:\/\/lehrerfortbildung-bw.de\/werkstatt\/text\/ebook\/\" target=\"_blank\">lehrerfortbildung-bw.de<\/a> habe ich eine ganze Reihe von Vorgehensweisen und Werkzeugen beschrieben. In diesem Beitrag geht es darum, \u00a0wie mein pers\u00f6nlicher Arbeitsprozess beim Erstellen eines E-Books im EPUB-Format aussieht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Warum E-Books?<\/h2>\n<p>Ich schreibe weder Romane noch umfangreiche Sachb\u00fccher, die ich als E-Books verkaufen m\u00f6chte. Warum also E-Books? Die Antwort ist einfach: E-Books &#8211; vor allem im offenen EPUB-Format &#8211; k\u00f6nnen auf praktisch allen Ger\u00e4ten\u00a0dargestellt werden &#8211; angefangen beim Smartphone \u00fcber das Tablet bis hin zum Notebook oder Desktop-PC und nat\u00fcrlich den spezialisierten E-Book Leseger\u00e4ten. Somit sind E-Books \u00e4hnlich universell einsetzbar wie HTML-Seiten oder PDFs, allerdings ohne deren Nachteile. E-Books passen sich immer dem Leseger\u00e4t\/der Lesesoftware an und sind auf sehr gro\u00dfen wie sehr kleinen Bildschirmen gut lesbar. HTML-Seiten &#8211; sofern sie nicht im &#8222;Responsive Design&#8220; erstellt oder speziell f\u00fcr kleine Bildschirme produziert wurden &#8211; sind auf Smartphones oft schlecht lesbar; das gilt auch f\u00fcr die meisten PDFs.<\/p>\n<h2>Ein paar Grundlagen<\/h2>\n<p>Wer ein E-Book machen will, muss sich von ein paar Ideen und Gewohnheiten verabschieden. Dies gilt in erster Linie f\u00fcr die Vorstellung, dass ein Dokument aus einer Vielzahl von genau definierten Seiten besteht. Dies trifft bei der Erstellung von E-Books zwar meist f\u00fcr das Ausgangsdokument &#8211; h\u00e4ufig eine Word- oder LibreOffice\/OpenOffice Writer-Datei &#8211; zu, nicht aber f\u00fcr das Endprodukt E-Book im EPUB-Format.<\/p>\n<p>Dokumente im EPUB-Format bestehen im Prinzip aus Endlos-Text. Wann normalerweise umgebrochen wird &#8211; also eine neue &#8222;Seite&#8220; beginnt, h\u00e4ngt von der Gr\u00f6\u00dfe des Bildschirms des Ausgabeger\u00e4ts (E-Book Reader, Tablet usw.) und der dort gew\u00e4hlten Schriftart und Schriftgr\u00f6\u00dfe ab. Vereinfacht gesagt: Ein E-Book wird auf unterschiedlichen Leseger\u00e4ten und -programmen nie identisch aussehen. Das Ma\u00df an Kontrolle \u00fcber das letztliche Aussehen eines Epub-Dokuments ist begrenzt.<\/p>\n<p>Dies bedeuted jedoch nicht, dass man als Macher eines E-Books \u00fcberhaupt keine Kontrolle hat. So ist es durchaus m\u00f6glich zu bestimmen, wann umgebl\u00e4ttert werden soll. Dies wird meist so realisiert, dass per Formatierung bestimmt wird, dass mit jeder neuen Kapitel- oder Abschnitts\u00fcberschrift eine neue Seite beginnt.<\/p>\n<h2>Formatvorlagen und Bildgr\u00f6\u00dfen<\/h2>\n<p>Eine sorgf\u00e4ltige Formatierung des Dokuments ist ohnehin das A&amp;O bei der Erstellung eines E-Books. Nur so kann ein Inhaltverzeichnis erzeugt oder f\u00fcr eine neue Seite bei einem neuen Abschnitt gesorgt werden. Die Nutzung sorgf\u00e4ltig erstellter Formatvorlagen zahlt sich aus und bedeuted weniger Arbeit bei der Nachbearbeitung des Epub-Dokuments.<\/p>\n<p>Zwar ist es zwingend, mit Formatvorlagen zu arbeiten, doch braucht es nicht viele Formatvorlagen f\u00fcr ein E-Book. Im Normalfall reichen vier Formatvorlagen aus:\u00a0 eine f\u00fcr die Grundschrift (Standard) und drei f\u00fcr \u00dcberschriften und Unter\u00fcberschriften (h1, h2, h3).<\/p>\n<p>Weiterhin ist darauf zu achten, dass Abbildungen\/Bilder an die Gr\u00f6\u00dfe der Bildschirme der Ausgabeger\u00e4te angepasst werden. Zwar skalieren viele Epub-Editoren die Bilder, doch ist man auf der sicheren Seite, wenn man die Bilder vor vorneherein in der richtigen Gr\u00f6\u00dfe einf\u00fcgt. Ein typisches E-Book Leseger\u00e4t hat eine Bildschirmgr\u00f6\u00dfe von etwa 6 Zoll. Dies bedeutet, dass Bilder nicht gr\u00f6\u00dfer als etwa 600 x 800 Pixel (Breite x H\u00f6he) sein d\u00fcrfen, um auf eine Seite zu passen. F\u00fcr manche Leseger\u00e4te besteht auch eine Grenze f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe der Bilddatei (h\u00e4ufig weniger als 100 KB).<\/p>\n<p>Gestalterische Elemente wie Tabellen und mathematische Formeln sind grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Manchmal ist es jedoch einfacher, solche Elemente als Bilder einzubinden.<\/p>\n<p>Alles in Allem ist es nicht schwer, ein E-Book selber zu erstellen, sofern die o.g. allgemeinen Hinweise beachtet werden.<\/p>\n<h2>Fallstricke<\/h2>\n<p>Beim Erstellen von und im Umgang mit E-Books gibt es drei grundlegende Probleme:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Die Copyright-Problematik<\/strong><br \/>\nEin E-Book funktioniert am besten, wenn alle Materialien (Texte, Bilder, Videos) Teil des E-Books sind und nicht auf externe Quellen verlinkt werden muss. In der \u00a0Praxis, wird es allerdings oft schwierig sein, ausschlie\u00dflich mit gemeinfreien Materialien oder Materialien mit CC-Lizenzen zu arbeiten.<\/li>\n<li><strong>Die Handling-Problematik<\/strong><br \/>\nErstellt man aus lizenzrechtlichen Gr\u00fcnden ein E-Book mit vielen Links auf externe Quellen, l\u00e4uft man in die Handling-Falle. Auf traditionellen E-Book Leseger\u00e4ten wie dem Kindle ist der Umgang mit externen Links recht umst\u00e4ndlich und auch eingeschr\u00e4nkt, da die Leseger\u00e4te derzeit Fotos nur in schwarz-wei\u00df und Videos gar nicht darstellen k\u00f6nnen. \u00dcberhaupt ist die Navigation mit dem bei den Readern eingebauten Browsern sehr m\u00fchsam und langsam.<br \/>\nEtwas besser sieht es aus, wenn das E-Book auf einem Tablet wie dem iPad oder einem Android-Tablet gelesen wird. Hier fallen die meisten Einschr\u00e4nkungen der E-Book Leseger\u00e4te weg und auch das Handling ist deutlich besser. Allerdings ist auch hier zu bedenken, dass nicht alle Leser immer online sind.<\/li>\n<li><strong>Die Formatfrage<\/strong><br \/>\nAuch ist zu \u00fcberlegen, in welchem Format das E-Book erstellt werden soll. Mit iBooks Author beispielsweise kann man leicht recht ansprechend aussehende multimediale E-Books erstellen. Allerdings sind diese E-Books dann im Apple-Universum gefangen und k\u00f6nnen ohne Einschr\u00e4nkungen nur auf halbwegs aktuellen iPads dargestellt werden. Mit dem offenen EPUB-Format ist man auf der sicheren Seite. Alle Ger\u00e4te &#8211; mit Ausnahme des Kindle &#8211; k\u00f6nnen E-Books im EPUB-Format darstellen. Und wenn ein EPUB E-Book auf einen Kindle soll &#8211; eine Konvertierung von EPUB nach mobi ist kein Problem.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Erstellung von E-Books muss sich also daran ausrichten, f\u00fcr welche Ger\u00e4teart und welche Zielgruppe produziert wird. Ist das Zielger\u00e4t ein E-Book Reader mit E-Ink Technik, tut man gut daran, den Schwerpunkt auf Text zu legen, es bei einer geringen Anzahl an Bilder und Grafiken zu belassen und auf externe Hyperlinks m\u00f6glichst zu verzichten. Wenn der Inhalt vornehmlich f\u00fcr Tablets produziert wird, sind interaktive und multimediale E-Books durchaus m\u00f6glich und sinnvoll.<\/p>\n<h2>Werkzeuge<\/h2>\n<p>Ich habe einige Programme und Vorgehensweisen ausprobiert. Letztlich bin ich bei den folgenden kostenlosen Werkzeuge zum Erstellen eines E-Books gelandet:<\/p>\n<ol>\n<li>Der Office-Suite <a href=\"https:\/\/de.libreoffice.org\/\" target=\"_blank\">LibreOffice<\/a> mit dem Textprogramm Writer zum Schreiben der Texte, dem Einbetten der Bilder usw.<\/li>\n<li>Der Erweiterung <a href=\"http:\/\/writer2epub.it\/en\/\" target=\"_blank\">writer2epub<\/a> f\u00fcr den Export des fertigen Writer-Dokuments ins EPUB-Format.<\/li>\n<li>Den Programmen\u00a0<a href=\"http:\/\/sigil-ebook.com\/\" target=\"_blank\">Sigil<\/a> und\/oder <a href=\"http:\/\/calibre-ebook.com\/\" target=\"_blank\">Calibre<\/a> f\u00fcr die Nachbearbeitung des fertigen E-Books und die Konvertierung in andere Formate.<br \/>\nCalibre ist ein unverzichtbares Werkzeug f\u00fcr alles, was mit E-Books zu tun hat.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Schritt 1: Ausgangsdokument bearbeiten und formatieren<\/h2>\n<p>Es wird davon ausgegangen, dass es bereits ein fertiges, mit LibreOffice erstelltes ODT-Dokument gibt, welches aus Text und\u00a0eingebetteten Bildern besteht.<\/p>\n<h3>Formatvorlagen erstellen<\/h3>\n<p>\u00d6ffnen sie das Ausgangsdokument in LibreOffice. Klicken Sie oben auf &#8222;Format&#8220; und setzen Sie ein H\u00e4kchen vor &#8222;Formatvorlagen&#8220;. Es taucht ein Fenster mit einer Liste der vorhandenen Formatvorlagen auf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/menu_formatvorlagen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-879\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/menu_formatvorlagen.jpg\" alt=\"menu_formatvorlagen\" width=\"240\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/menu_formatvorlagen.jpg 240w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/menu_formatvorlagen-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a> \u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/liste_formatvorlagen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-882\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/liste_formatvorlagen-165x300.jpg\" alt=\"liste_formatvorlagen\" width=\"165\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die Formatierung des Ausgangsdokuments brauchen wir lediglich die Vorlagen Standard, \u00dcberschrift 1, \u00dcberschrift 2 und \u00dcberschrift 3.<\/p>\n<ul>\n<li>Flie\u00dftext wird mit &#8222;Standard&#8220; formatiert,<\/li>\n<li>der Buchtitel mit &#8222;\u00dcberschrift 1&#8220;,<\/li>\n<li>Kapitel\u00fcberschriften mit &#8222;\u00dcberschrift 2&#8220; und<\/li>\n<li>Abschnitts-\/Zwischen\u00fcberschriften mit &#8222;\u00dcberschrift 3&#8220;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt m\u00fcssen diese Vorlagen angepasst werden. Dazu klicken im Vorlagenfenster mit der rechten Maustaste auf die Vorlage und dann auf \u00e4ndern. Es \u00f6ffnet sich das Einstellungsfenster f\u00fcr die gew\u00e4hlte Absatzvorlage.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-881\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/absatzvorlage-300x270.jpg\" alt=\"absatzvorlage\" width=\"300\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/absatzvorlage-300x270.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/absatzvorlage.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Hier nehmen Sie alle Einstellungen vor. Wichtig sind die Felder <strong>Schrift\u00a0<\/strong>(Schriftart und -gr\u00f6\u00dfe), <strong>Einz\u00fcge und Abst\u00e4nde<\/strong> (Einr\u00fcckung, Zeilenabstand) und <strong>Textfluss<\/strong> (Umbr\u00fcche). F\u00fcr &#8222;Standard&#8220; w\u00e4hlen Sie am besten eine Standardschriftart wie &#8222;Arial&#8220; oder &#8222;Times New Roman&#8220; in einer g\u00e4ngigen Gr\u00f6\u00dfe (z.B. 11pt), keine Einr\u00fcckung und keine Umbr\u00fcche. Bei &#8222;\u00dcberschrift 2&#8220; sollten Sie bei &#8222;Textfluss&#8220; unter &#8222;Umbr\u00fcche&#8220; unbedingt &#8222;Einf\u00fcgen&#8220; Typ &#8222;Seite&#8220; Position &#8222;Vor&#8220; ausw\u00e4hlen. Dies stellt sicher, dass jedes neue Kapitel auch mit einer neuen Seite beginnt. Sollen auch neue Abschnitte mit einer neuen Seite beginnen, m\u00fcssen Sie die Prozedur f\u00fcr &#8222;\u00dcberschrift 3&#8220; wiederholen.<\/p>\n<p>Die Auswahl von Schriftart und Schriftgr\u00f6\u00dfe wird sich nicht in jedem Fall sichtbar auswirken, da die Darstellung auch von den M\u00f6glichkeiten und Einstellungen des Ausgabeger\u00e4ts abh\u00e4ngig ist. Die \u00fcbrigen Einstellungen werden \u00fcbernommen. Etwas besser klappt alles, wenn sie den Formatvorlagen <strong>Namen nach dem Muster<\/strong> &#8222;w2e_standard&#8220;, w2e_\u00dcberschrift 1&#8243; usw. geben.<\/p>\n<p>Verzichten Sie beim Format &#8222;Standard&#8220; auf Einr\u00fcckungen. Zwar sieht es ganz gut aus, wenn die erste Zeile eines neuen Absatzes einger\u00fcckt ist. Allerdings gilt dies dann auch f\u00fcr &#8222;Einzeiler&#8220;.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-880\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/textfluss-300x270.jpg\" alt=\"textfluss\" width=\"300\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/textfluss-300x270.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/textfluss.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h3>Dokument formatieren<\/h3>\n<p>Nun k\u00f6nnen Sie sich daran machen, das Ausgangsdokument &#8222;epub-gem\u00e4\u00df&#8220; zu formatieren. Weisen Sie dem Flie\u00dftext das Format Standard zu, dem Buchtitel\u00a0 &#8222;\u00dcberschrift 1&#8220;, den Kapitel\u00fcberschriften &#8222;\u00dcberschrift 2&#8220; und Abschnitts-\/Zwischen\u00fcberschriften &#8222;\u00dcberschrift 3&#8220;. Entfernen Sie \u00fcberfl\u00fcssige Leerzeilen und l\u00f6schen Sie evtl. vorhandene manuelle Seitenumbr\u00fcche.<\/p>\n<h3>Bilder bearbeiten<\/h3>\n<p>Zum Schluss sollten Sie die ins Dokument eingebetteten Bilder\/Abbildungen in der Bild- und Dateigr\u00f6\u00dfe anpassen. Am besten erledigen Sie das mit einer (einfachen) externen Bildbearbeitung. Bei gro\u00dfen Bildern reduzieren Sie die Gr\u00f6\u00dfe auf maximal 600 x 800 Pixel (sofern das Bild eine ganze Seite einnehmen soll). Falls Bild(er) und Text m\u00f6glichst auf eine Seite sollen, m\u00fcssen Sie die Gr\u00f6\u00dfe der Bilder st\u00e4rker reduzieren, z.b. auf 200 x 300 Pixel oder weniger. Achten Sie beim Abspeichern der jpg- oder png-Dateien darauf, dass die Dateigr\u00f6\u00dfe deutlich unter 100 KB bleibt. Soll das E-Book sp\u00e4ter ins Kindle-Format umgewandelt werden, d\u00fcrfen Bilddateien nicht gr\u00f6\u00dfer als 63 KB sein.<\/p>\n<p>Wenn Sie mit der Bearbeitung der Bilder fertig sind, f\u00fcgen Sie sie wieder ins Dokument ein und speichern die Datei. Damit sind die Vorbereitung f\u00fcr den Export des ODT-Dokuments ins EPUB-Format abgeschlossen.<\/p>\n<h2>Schritt 2: Export nach EPUB<\/h2>\n<p>Damit Sie Ihr fertiges Dokument ins Epub-Format exportieren k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen sie die Erweiterung writer2epub. Sie kann von der <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lehrerfortbildung-bw.de\/pix\/extern.gif\" alt=\"extern\" width=\"11\" height=\"11\" \/>\u00a0<a href=\"http:\/\/extensions.openoffice.org\/de\/project\/Writer2ePub\" target=\"_blank\">Extensions-Seite<\/a>heruntergeladen werden. Klicken Sie einfach auf die heruntergeladene Datei und die Erweiterung wird installiert.<\/p>\n<p>Beim n\u00e4chsten Start von OpenOffice \/ LibreOffice finden Sie oben ganz links drei neue Buttons.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-886\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/w2e_icons.png\" alt=\"w2e_icons\" width=\"262\" height=\"93\" \/><\/p>\n<p>Der Button ganz links erstellt ein neues E-Book (im EPUB-Format, basierend auf dem gerade geladenen Dokument), mit dem mittleren werden die Metadaten (Inhaltsverzeichnis, Bilder usw.) verwaltet und der rechte Button steuert die allgemeinen Einstellungen.<\/p>\n<h3>Metadaten<\/h3>\n<p>Beginnen Sie mit den Metadaten (mittlerer Button) und klicken Sie auf &#8222;Document Metadata&#8220;. Dort tragen Sie Titel und Autor sowie evtl. Schlagworte und eine kurze Beschreibung ein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-884\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_1-300x218.jpg\" alt=\"metadaten_1\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_1-300x218.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_1.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unter &#8222;Document Preferences&#8220; k\u00f6nnen Sie weitere Einstellungen f\u00fcr das Erzeugen des E-Books vornehmen. So stellen Sie mittels H\u00e4kchen bei &#8222;Split Files Before Headings 1&#8220; und &#8222;Split Files Before Headings 2&#8220; sicher, dass vor einer &#8222;\u00dcberschrift 1&#8220; bzw. einer &#8222;\u00dcberschrift 2&#8220; ein Seitenumbruch stattfindet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-885\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_2-300x218.jpg\" alt=\"metadaten_2\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_2-300x218.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/metadaten_2.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Export<\/h3>\n<p>Jetzt ist das Dokument f\u00fcr den Export ins Epub-Format vorbereitet. Ein Klick auf den Knopf ganz oben links erledigt das; das neue Dokument mit der Endung *.epub landet im gleichen Verzeichnis wie das Ausgangsdokument.<\/p>\n<h2>Schritt 3: Ergebnis beurteilen<\/h2>\n<p>Im folgenden Schritt geht es darum zu beurteilen, ob das fertige EPUB-Dokument auf unterschiedlichen Ausgabeger\u00e4ten bzw. -programmen zufriedenstellend aussieht.<\/p>\n<p>Dazu m\u00fcssen Sie kein spezielles Programm installieren; es gen\u00fcgen Browser-Erweiterungen\/Add-ons. F\u00fcr Firefox eignet sich <a href=\"http:\/\/www.epubread.com\/de\/\" target=\"_blank\">EPUBReader<\/a>, f\u00fcr Google Chrome <a href=\"http:\/\/readium.org\/\" target=\"_blank\">Readium<\/a>. Sobald diese Erweiterungen installiert sind, k\u00f6nnen Sie E-Books einfach im Browser lesen.<\/p>\n<p>Wollen Sie E-Books verwalten oder in andere Formate konvertieren, lohnt sich die Installation von <a href=\"http:\/\/lehrerfortbildung-bw.de\/werkstatt\/text\/ebook\/handling\/\">Calibre<\/a>. Auch unter Calibre k\u00f6nnen Sie das Erscheinungsbild eines E-Books beurteilen, da ein E-Book Reader integriert ist.<\/p>\n<p>Bl\u00e4ttern Sie durch Ihr E-Book und notieren Sie alle Stellen, wo sie mit dem Erscheinungsbild nicht zufrieden sind. Es k\u00f6nnen beispielsweise Kapitel im Inhaltverzeichnis fehlen, Kapitel mitten auf einer Seite anfangen, Bilder und der dazugeh\u00f6rige Text sind auf zwei Seiten verteilt, ein Kapitel endet mit einer einelnen Zeile auf einer neuen Seite usw. Bestimmte Fehler k\u00f6nnen Sie sp\u00e4ter in jedem Fall korrigieren, so z.B. das fehlende Kapitel im Inhaltsverzeichnis oder das Kapitel, das nicht mit einer neuen Seite beginnt. Bei anderen &#8222;Fehlern&#8220; sind die Eingriffm\u00f6glichkeiten oft beschr\u00e4nkt, da sie eng mit der Darstellung auf dem Ausgabeger\u00e4t\/-programm zusammenh\u00e4ngen. Mit etwas Handarbeit kann man jedoch auch solche Unzul\u00e4nglichkeiten manchmal beheben.<\/p>\n<p><strong>Darstellungsprobleme<\/strong><\/p>\n<p>Es bleibt das Problem, dass E-Books in unterschiedlichen Programmen\/Apps (E-Book Reader) und auf unterschiedlichen Ger\u00e4ten nicht immer identisch angezeigt werden. Mal sind Schriften zu gro\u00df\/zu klein, mal werden Bilder nicht korrekt dargestellt u.\u00e4. Da hilft nur ausprobieren: Wenn ein E-Book mit einer bestimmten Lese-Software falsch dargestellt wird, dann ist es halt so. Ich pers\u00f6nlich teste meine E-Books meist mit Readium und iBooks auf dem PC und mit ePub Reader, UB Reader und S2Reader auf dem Smartphone\/Tablet.Wenn drei davon das E-Book korrekt darstellen, bin ich zufrieden und murkse nicht weiter am E-Book herum.<\/p>\n<h2>Schritt 4: EPUB-Dokument nachbearbeiten<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Nachbearbeitung k\u00f6nnen Sie Sigil oder Calibre verwenden. Da die Weiterentwicklung von Sigil zeitweise unterbrochen war, nehme ich hier den Editor von Calibre. Eigentlich arbeite ich jedoch lieber mit Sigil, wo das Vorgehen vergleichbar ist.<\/p>\n<p>Im Editor von Calibre gibt es zwei Ansichten: Dateivorschau und Code (XHTML). Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass es manchmal n\u00f6tig ist, im Code-Fenster zu arbeiten, um hartn\u00e4ckige Fehler zu beseitigen, und dass Grundkenntnisse in HTML hilfreich sind.<\/p>\n<p>Starten Sie Calibre und f\u00fcgen Sie das E-Book der Bibliothek hinzu. Klicken Sie dazu links oben auf &#8222;B\u00fccher hinzuf\u00fcgen&#8220; und w\u00e4hlen Sie das E-Book aus. Es erscheint nun in der Calibre-Bibiothek. Im n\u00e4chsten Schritt laden Sie das E-Book in den Editor, indem Sie die Datei mit einem Rechtsklick markieren und dann &#8222;Buch bearbeiten&#8220; ausw\u00e4hlen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_bearbeiten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-887\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_bearbeiten-300x224.jpg\" alt=\"calibre_bearbeiten\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_bearbeiten-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_bearbeiten.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Epub-Dokument wird kapitelweise importiert; die einzelnen Kapitel tauchen durchnummeriert auf der linken Seite auf. Ganz oben ist die Titelseite (&#8222;coverpage.xhtml&#8220;), darunter die einzelnen Kapitel\/Abschnitte. Weiter unten finden Sie u.a. die Ordner &#8222;Stile&#8220; (mit der css-Steuerdatei f\u00fcr die verwendeten Formate) und &#8222;Bilder&#8220; (mit den im E-Book verwendeten Bildern) sowie die Datei toc.nx (mit dem Inhaltsverzeichnis). Das mittlere Fenster zeigt die XHTML-Ansicht der Datei, das rechte Fenster die Dateivorschau.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_fenster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-888\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_fenster-300x186.jpg\" alt=\"calibre_fenster\" width=\"300\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_fenster-300x186.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_fenster.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Beispiel<\/h3>\n<p>Im folgenden Beispiel sollen die zentrierten Zwischen\u00fcberschriften (h3) im Dokument linksb\u00fcndig formatiert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffnen Sie das epub-Dokument mit Calibre und klicken Sie danach in der linken Navigation auf &#8222;Stile&#8220; &#8211;&gt; &#8222;style001.css&#8220;. Gehen Sie in der mittleren Spalte\u00a0 zum Abschnitt &#8222;h3&#8220; und ersetzen Sie &#8222;text-align: center;&#8220; durch &#8222;text-align: left;&#8220;. Speichern Sie das Dokument.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_h3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-889\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_h3-300x124.jpg\" alt=\"calibre_h3\" width=\"300\" height=\"124\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_h3-300x124.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_h3.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jetzt sind alle Zwischen\u00fcberschriften (h3) im Dokument linksb\u00fcndig ausgerichtet.<\/p>\n<h3>Pr\u00fcfen<\/h3>\n<p>Mit Calibre k\u00f6nnen Sie das Epub-Dokument validieren, d.h. auf formale Fehler \u00fcberpr\u00fcfen. Laden Sie das E-Book in den Editor und klicken Sie im rechten Fenster auf &#8222;Run check&#8220; oder im oberen Men\u00fc auf den roten K\u00e4fer, um die \u00dcberpr\u00fcfung zu starten. Falls es Fehler gibt, werden Sie im linken Fenster aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_check.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-891\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_check-300x260.jpg\" alt=\"calibre_check\" width=\"300\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_check-300x260.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/calibre_check.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im obigen Beispiel hat Calibre nicht-referenzierte Grafiken im E-Book gefunden. Im rechten Fenster k\u00f6nnen Sie Calibre anweisen, Fehler automatisch zu korrigieren (&#8222;Try to correct all fixable errors automatically&#8220;).<\/p>\n<p>Jetzt das Ergebnis noch ein letztes Mal mit einigen EPUP-Readern \u00fcberpr\u00fcfen. Falls das Ergebnis positiv ausf\u00e4llt, ist das E-Book fertig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein E-Book kann auf vielen Wegen und mit zahlreichen Werkzeugen entstehen. Auf den Seiten von lehrerfortbildung-bw.de habe ich eine ganze Reihe von Vorgehensweisen und Werkzeugen beschrieben. 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