{"id":239,"date":"2013-05-10T19:35:46","date_gmt":"2013-05-10T17:35:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.ulibauer.de\/?p=239"},"modified":"2013-07-06T20:26:40","modified_gmt":"2013-07-06T18:26:40","slug":"owncloud-auf-dem-raspberry-pi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ulibauer.de\/?p=239","title":{"rendered":"ownCloud auf dem Raspberry Pi"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl ich <a title=\"ownCloud\" href=\"http:\/\/owncloud.org\/\" target=\"_blank\">ownCloud<\/a> bereits <a title=\"Owncloud bei 1und1\" href=\"http:\/\/blog.ulibauer.de\/?p=76\">bei 1und1 eingerichtet habe<\/a>,\u00a0habe ich mich dazu entschlossen, eine weitere Instanz von ownCloud auf dem <a title=\"Raspberry\" href=\"http:\/\/www.raspberrypi.org\/\" target=\"_blank\">Raspberry Pi<\/a> zu installieren. Ausschlaggebend daf\u00fcr waren\u00a0mein Wunsch nach Unabh\u00e4ngigkeit von Dropbox und Co.,\u00a0die Tatsache, dass\u00a0\u00a0ich als KabelBW-Kunde faktisch eine permanente IP-Adresse habe und deshalb keinen Dyndns-Dienst brauche,\u00a0Gr\u00f6\u00dfe, Ger\u00e4uschlosigkeit und geringer Stromverbrauch des Pi und nicht zuletzt ein Artikel in der Mac&amp;i Nr. 10.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das heisst allerdings nicht, dass ich mich von Dropbox, Skydrive, Teamdrive &#8230; gleich verabschieden werde. Zum einen sind diese Dienste deutlich performanter als ownCloud, zum anderen bieten inzwischen viele Programme\/Apps die Integration g\u00e4ngiger Dienste wie Dropbox, Skydrive u.a. an. Auf diese Bequemlichkeit will ich nicht verzichten. Durch meine pers\u00f6nliche ownCloud verringere ich jedoch die Abh\u00e4ngigkeit von diesen Diensten und bin zumindest hier der Herr meiner Daten in der Wolke (na ja, so weit das \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist &#8230;).<\/p>\n<h3>Raspbian installieren<\/h3>\n<p><span style=\"color: #000000; font-size: 1.4em; line-height: 1.5em;\"><span style=\"font-size: 16px;\">Als Basis f\u00fcr ownCloud dient das &#8222;Standardbetriebssystem&#8220; Raspian des Rasperry Pi, eine angepasste Version von Debian Wheezy.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Die ersten\u00a0ersten beiden Schritte erfolgen auf dem Mac, ab Schritt 3 geht es auf dem Pi weiter.<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"line-height: 16px;\"><strong>Raspian herunterladen und entpacken.<\/strong><br \/>\n<a title=\"Raspian\" href=\"http:\/\/www.raspberrypi.org\/downloads\" target=\"_blank\">Raspian<\/a> herunterladen und mit dem Archivierungsprogramm entpacken. In meinem Fall ergab das die Datei\u00a02013-02-09-wheezy-raspbian.img.<\/span><\/li>\n<li><strong>Das Raspian-Image auf eine SD-Karte schreiben.<\/strong><br \/>\nDas Image muss nun auf eine ausreichend gro\u00dfe (mindestens 4 GB) und FAT-formatierte SD-Karte geschrieben werden. Ich habe das mit <a title=\"Pi Filler\" href=\"http:\/\/ivanx.com\/raspberrypi\/\" target=\"_blank\">Pi Filler<\/a> gemacht, einem Mini-Programm, das auf diese Aufgabe spezialisiert ist. Wer will, kann nat\u00fcrlich auch auf die Kommandozeile gehen und dd anwerfen. Windows-Nutzer sollten den <a title=\"Disk Imager\" href=\"http:\/\/sourceforge.net\/projects\/win32diskimager\/\" target=\"_blank\">Win32 Disk Imager<\/a> verwenden.<\/li>\n<li><strong>Die SD-Karte in den Pi einlegen.<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die folgenden Schritte habe ich den Pi mit einem Monitor und einer Tastatur\/Maus verbunden. SD-Karte einlegen, den Pi an den Strom h\u00e4ngen und warten. Nach einer Weile landet man im Konfigurationsprogramm raspi-config.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/raspi-config.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-242\" alt=\"raspi-config\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/raspi-config-300x229.jpg\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/raspi-config-300x229.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/raspi-config.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nHier wird das Tastatur-Layout, die Sprache, die Zeit usw. angepasst. Ich habe au\u00dferdem expand_rootfs (voller Speicherplatz der SD-Karte wird genutzt), change_pass (neues Passwort f\u00fcr den Benutzer pi), overclock (moderates Overclocking), ssh (Zugang erm\u00f6glichen) und boot_behavior (kein grafischer Desktop beim Start) ausgew\u00e4hlt.<br \/>\nZum Abschluss am besten den Pi neu starten mit &#8222;sudo shutdown -r now&#8220;.<\/li>\n<\/ol>\n<h3><span>Raspian einrichten, aktualisieren und anpassen.<\/span><\/h3>\n<p>Jetzt wird der Netzzugang eingerichtet und Raspian f\u00fcr die Installation von ownCloud vorbereitet.Auf der Desktop-Oberfl\u00e4che (&#8222;startx&#8220; eingeben) gibt es ein Programm f\u00fcr die Einrichtung des WLAN-Zugangs. Dort kann der WLAN-Adapter ausgew\u00e4hlt (wlan0) und nach dem WLAN gescannt werden. Dann die Zugangsdaten eingeben &#8211; fertig. Aber Achtung: Es kann sein, dass keine Verbindung zum WLAN zustande kommt. Dann gibt es wahrscheinlich ein Problem mit dem WLAN-Passwort. In diesem Fall zu\u00a0\/etc\/wpa_supplicant\/wpa_supplicant.conf gehen, mit einem Texteditor das richtige WLAN-Passwort eintragen und das Desktop-Programm erneut aufrufen. Jetzt kommt der Pi ins Internet.<br \/>\nNun m\u00fcssen noch einige Programme und Dienste mit &#8222;apt-get&#8220;nachinstalliert werden, in erster Linie der Webserver Apache2 und die Skriptsprache PHP:<\/p>\n<pre>sudo apt-get update\r\nsudo apt-get upgrade\r\nsudo apt-get install apache2 php5 php5-gd php-xml-parser php5-intl\r\n<span style=\"color: #222222; font-family: 'Courier 10 Pitch', Courier, monospace; line-height: 21px;\">sudo apt-get install php5-sqlite php5-mysql smbclient curl libcurl3 php5-curl\r\n<\/span><span style=\"color: #222222; font-family: 'Courier 10 Pitch', Courier, monospace; line-height: 21px;\">sudo apt-get install php-pear php-apc<\/span><\/pre>\n<p>Kurz noch die Funktion des Webservers vom Mac aus testen (die IP-Adresse ist nur ein \u00a0Beispiel):<\/p>\n<pre>192.168.1.50\/index.html\r\n(Es sollte \"It works\" angezeigt werden).<\/pre>\n<p>Der Pi ist jetzt f\u00fcr die Installation von ownCloud vorbereitet.<\/p>\n<h3>ownCloud installieren<\/h3>\n<p>Ich bin so vorgegangen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>ownCloud herunterladen, entpacken und kopieren<\/strong><br \/>\nAm Mac <a title=\"ownCloud\" href=\"http:\/\/owncloud.org\/\" target=\"_blank\">owncloud herunterladen<\/a>\u00a0und entpacken. Ergebnis ist ein Ordner &#8222;owncloud&#8220;. Mit Filezilla eine Verbindung zum Pi herstellen und den Ordner ins Verzeichnis \/var\/www\/ kopieren. Das Resultat sieht so aus:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/zilla_pi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-245\" alt=\"zilla_pi\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/zilla_pi-300x240.jpg\" width=\"300\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/zilla_pi-300x240.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/zilla_pi.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\n<\/a><strong>Update<\/strong>: Damit der ownCloud-Ordner erfolgreich kopiert werden kann, muss das Verzeichnis \/var\/www\/ <strong>vor\u00fcbergehend<\/strong> beschreibbar gemacht werden:<\/p>\n<pre dir=\"ltr\">sudo -R chmod a+w \/var\/www\/  oder\r\nsudo -R chmod 777 \/var\/www\/<\/pre>\n<\/li>\n<li><strong>ownCloud anpassen und zum ersten Mal aufrufen<\/strong><br \/>\nAls erstes m\u00fcssen die Rechte des owncloud-Ordners durch die Eingabe von&#8220;sudo \u00a0chown -R www-data:www-data owncloud&#8220; angepasst werden. Danach kann man die Weboberfl\u00e4che von owncloud im Mac-Browser durch die Eingabe von &#8222;192.168.1.50\/owncloud&#8220; aufrufen. ownCloud konfiguriert sich jetzt selbstt\u00e4tig.<\/li>\n<li><strong>Sonstige Anpassungen<\/strong><br \/>\nIn der Voreinstellung k\u00f6nnen h\u00f6chstens 2 MB gro\u00dfe Dateien zu ownCloud hochgeladen werden. Das ist zu wenig. Ich habe den Wert auf 500 MB erh\u00f6ht. Die Werte sind in \/etc\/php5\/apache2\/php.ini anzupassen. \u00a0Ich mache solche \u00c4nderungen am liebsten mit dem Midnight Commander, einem Dateimager, der vieles (sehr vieles!) kann. Mit &#8222;sudo apt-get install mc&#8220; kommt er auf den Pi. In &#8222;php.ini&#8220; nach &#8222;upload_max_filesize&#8220; suchen und dort den h\u00f6heren Wert eingeben, z.B. 100M. Dann nach &#8222;post_max_size&#8220; suchen und dort einen etwas h\u00f6hren Wert eingeben, z.B. 150M. Damit die \u00c4nderungen wirksam werden den Apachen mit &#8222;sudo \/etc\/init.d\/apache2 restart&#8220; neu starten.<br \/>\nDamit sich die IP des Pi nicht nach jedem Neustart \u00e4ndert, habe ich in \/etc\/network\/interfaces folgendes eingetragen (f\u00fcr den Dauerbetrieb habe ich mich f\u00fcr eine Kabelverbindung entschieden):<br \/>\nauto eth0<br \/>\niface eth0 inet static<br \/>\naddress 192.168.1.50<br \/>\nnetmask 255.255.255.0<br \/>\ngateway 192.168.1.1<\/li>\n<li><strong>Weiterleitung im Router<\/strong><br \/>\nDamit ownCloud aus dem Internet erreichbar ist, muss im Router eine Portweiterleitung auf die IP Adresse des Pi eingerichtet werden. Die Wahl des Ports ist frei. Damit der Apache weiss, auf welchem Port er ownCloud &#8222;anbieten&#8220; soll, ist \/etc\/apache2\/sites-enabled\/000-default zu bearbeiten. Gleich in der ersten Zeile ist der Eintrag &lt;VirtualHosts *:80&gt; durch \u00a0&lt;VirtualHosts *:80 *:1234&gt; zu erg\u00e4nzen. Statt 1234 ist der selbst gew\u00e4hlte Port f\u00fcr Owncloud einzutragen.<br \/>\nWer von seinem Provider eine dynamische IP-Adresse bekommt (die sich sp\u00e4testens alle 24 Stunden \u00e4ndert), muss dar\u00fcber hinaus noch einen <a title=\"dyndns\" href=\"http:\/\/www.pcwelt.de\/ratgeber\/DynDNS-Alternativen-kostenlos-5680355.html\" target=\"_blank\">Dyndns-Dienst<\/a> einrichten.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Update<\/strong>: Man kann ownCloud auch mit Hilfe des <a title=\"Webinstaller\" href=\"http:\/\/owncloud.org\/install\/\" target=\"_blank\">Webinstallers<\/a> auf dem RPi installieren. Einfach der Anleitung folgen &#8230;<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"line-height: 24px;\"><i>\u00a0<\/i>Synchronisieren<\/span><\/span><\/h3>\n<p>Das <a title=\"client\" href=\"http:\/\/owncloud.org\/sync-clients\/\" target=\"_blank\">Desktop-Client-Programm f\u00fcr den Mac<\/a>\u00a0erlaubt es, einen lokalen Ordner &#8222;owncloud&#8220; auf dem Mac anzulegen, dessen Inhalt mit ownCloud synchronisiert wird. \u00a0In der Voreinstellung werden alle Dateien und Ordner, welche in \/owncloud\/clientsync liegen, synchronisiert. Das kann man auch \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Weboberfl\u00e4che von ownCloud reagiert im Browser sehr langsam; zum Gl\u00fcck brauche ich diesen Zugang nur selten. Die Synchronisation selber l\u00e4uft relativ flott, auch an meinem Zugang mit nur wenig mehr als 1 MBit\/s Upload-Geschwindigkeit. Abgesehen von der regelm\u00e4\u00dfigen Synchronisation zwischen dem Mac und ownCloud greife ich noch \u00fcber den iOS-Client auf ownCloud zu. Auch das funktioniert problemlos.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/owncloud-sync1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-254\" alt=\"owncloud-sync\" src=\"http:\/\/ulibauer.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/owncloud-sync1-300x181.jpg\" width=\"300\" height=\"181\" srcset=\"https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/owncloud-sync1-300x181.jpg 300w, https:\/\/blog.ulibauer.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/owncloud-sync1.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben der Synchronisation von Dateien beherrscht ownCloud auch den Abgleich von Kalendern und Kontaktdaten. Wie das im einzelnen funktioniert beschreibt ausf\u00fchrlich ein Beitrag in der c&#8217;t 11\/2013, S. 128f. Leider ist es nach den Erfahrungen der c&#8217;t Redakteure nicht m\u00f6glich, Kalender und Kontakte gleichzeitig mit ownCloud und Google zu synchronisieren, sondern nur in einem &#8222;Doppelschritt&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl ich ownCloud bereits bei 1und1 eingerichtet habe,\u00a0habe ich mich dazu entschlossen, eine weitere Instanz von ownCloud auf dem Raspberry Pi zu installieren. 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